Erst Hitze, dann kräftige Gewitter: Solche Wetterwechsel bringen stellenweise Starkregen. Erhebliche Schäden können die Folge sein. Städte und Gemeinden müssen deshalb Gegenmaßnahmen ergreifen – aber auch Sie selbst können einiges beachten.

Je wärmer die Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann sie speichern – und auch wieder abgeben. Der Sommer ist daher die Zeit, in der Starkregen niedergeht. Auch am heutigen Montag werden immer wieder örtliche Schauer und Gewitter erwartet. Lokal kann es zu Starkregen und Hagel kommen.

Starkregen-Ereignisse können erhebliche Schäden verursachen. Besonders drastisch fielen sie etwa vergangenen Sommer in und um Trendelburg-Gottsbüren (Kassel) aus, wo laut Statistik am 1. August 2024 in weniger als zehn Stunden 170 Liter pro Quadratmeter gemessen wurden. In rund zehn Orten oder Ortsteilen der Region entstand an mehr als 100 Häusern ein hoher Millionenschaden.

Städte und Gemeinden ebenso wie Unternehmen und Privatleute können und sollten sich informieren und vorbereiten, raten Experten. Fragen und Antworten zum Thema:

Was ist Starkregen?

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) definiert Starkregen über die Regenmenge und den Zeitraum, in dem diese fällt. Eine Unwetterwarnung gibt der DWD heraus, wenn mehr als 25 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde oder mehr als 35 Liter in sechs Stunden zu erwarten sind.

Könnten mehr als 40 Liter in einer Stunde oder 60 Liter in sechs Stunden fallen, warnt der Wetterdienst vor extremem Unwetter. Die Auswirkungen von Starkregen sind jedoch sehr unterschiedlich – je nachdem, ob der Regen etwa im Wald niedergeht oder über einer versiegelten Innenstadt.

Wird Starkregen häufiger?

Rechnen müsse man angesichts der Klimaerwärmung damit, sagt Thomas Deutschländer, Hydrometeorologe beim DWD. Die Frage werde derzeit intensiv erforscht. Physikalische Gesetze sprächen dafür, beispielsweise könne eine wärmere Atmosphäre besser Wasserdampf aufnehmen. Jedoch auch weitere Faktoren spielten eine Rolle, etwa der Luftdruck oder Temperaturunterschiede zwischen dem Boden und der Höhe.

In der Statistik gebe es Indizien aus den vergangenen Jahren, dass es vermehrt zu Starkregen kommt, sagt Deutschländer. Um dies definitiv nachzuweisen, sei weitere Forschung nötig. 

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