Mit der Bahn zum Osterbesuch fahren, ist auf der Strecke Hanau-Fulda diesmal keine gute Idee: Wegen Bauarbeiten verkehren dort in den Ferien keine Züge. Es drohen Behinderungen im Regional- und Fernverkehr.
Auf der Bahnstrecke zwischen Hanau und Fulda fahren während der hessischen Osterferien keine Züge. Grund sind umfangreiche Bauarbeiten für den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke Hanau-Gelnhausen, wie die Deutsche Bahn am Mittwoch mitteilte.
Deshalb ruhe der Zugverkehr auf der Verbindung Hanau-Fulda von Freitag (27. März), 21 Uhr, bis Montag (13. April), 5 Uhr. In dieser Zeit werde an mehreren Stellen an Bahnsteigen und Gleisen gearbeitet. Auch Weichen sollen erneuert und eine Brücke abgerissen werden, die durch eine neue und breitere ersetzt werden solle.
Ersatzbusse und längere Fahrzeiten
Als Alternative für entfallende Regionalzüge werde ein Verkehr mit Ersatzbussen für die Fahrgäste eingerichtet, für die sie mehr Zeit einplanen sollten. Auch könnten wegen Platzmangels keine Fahrräder mitgenommen werden.
Das genaue Verkehrskonzept mit Abfahrtzeiten und Umsteigepunkten werde noch ausgearbeitet. Bisher geplant sei:
- Für Regionalexpress (RE) 50 (Frankfurt Hauptbahnhof – Hanau – Fulda): Ersatzverkehr mit Bussen alle halbe Stunde zwischen Hanau Hauptbahnhof und Fulda ohne Zwischenhalte.
- Für die Regionalbahn (RB) 51 (Frankfurt Hauptbahnhof – Wächtersbach – Fulda): Ersatzbusse im Halbstundentakt zwischen Hanau Hauptbahnhof und Wächtersbach.
- Zwischen Frankfurt und Hanau können ersatzweise die S-Bahn-Linien S8 und S9 sowie die Regionalbahnen RE54, RE55 und RB51 genutzt werden.
- Zwischen Frankfurt Hauptbahnhof und Hanau Hauptbahnhof fährt stündlich die RB51.
ICE brauchen eine Stunde länger
Auch auf den Fernverkehr hat die Sperrung Auswirkungen. So fahren ICE-Züge über Umleitungsstrecken, sind daher etwas länger unterwegs und können auch einige Halte nicht anfahren. Die Einschränkungen würden auch in die digitalen Angebote eingespeist. Folgende Änderungen ergeben sich daraus:
- Auf der Achse Frankfurt–Kassel–Berlin werden mehrheitlich Umsteigeverbindungen angeboten. Die Halte Karlsruhe, Bruchsal, Heidelberg, Weinheim, Darmstadt, Frankfurt Flughafen und Frankfurt Süd entfallen. An einigen Tagen verkehren einzelne Züge direkt, bei diesen verlängere sich die Fahrzeit um rund 60 Minuten.
- Auf der Achse Frankfurt-Hamburg stehen den Fahrgästen stündliche Verbindungen zur Verfügung. Auch hier verlängere sich die Fahrzeit um etwa 60 Minuten.
- Die ICE-Züge Bremen – Karlsruhe entfallen zwischen Hannover und Bremen. Die Halte Karlsruhe, Heidelberg, Weinheim, Darmstadt, Frankfurt Hauptbahnhof, Gießen, Marburg, Wabern, Treysa, Kassel-Wilhelmshöhe und Göttingen entfallen.
- Auf der Achse Frankfurt–Erfurt–Berlin/Dresden gebe es weiterhin stündliche Verbindungen nach Berlin bzw. zweistündliche Verbindungen nach Dresden, die Fahrten dauern jedoch bis zu 60 Minuten länger.
Die Deutsche Bahn bat die Fahrgäste um Verständnis für die Einschränkungen und empfahl, sich auf ihrer Homepage oder in der App DB Navigator über Reise- und Anschlussmöglichkeiten zu informieren.
Generalsanierung der Strecke 2027 geplant
Pendler können die Einschränkungen bereits als Probe für noch Größeres betrachten: Denn im kommenden Jahr will die Bahn die Strecke zwischen Hanau und Fulda umfassend sanieren.
Vom 13. August 2027 bis zum 4. Februar 2028 werden im Kinzigtal Weichen, Gleise und Stellwerkstechnik modernisiert oder neu gebaut. Bevor sie also auf einer generalsanierten Strecke reisen können, müssen sich Fahrgäste auf monatelange Einschränkungen gefasst machen.