Eine Container-Wohnanlage für Geflüchtete und Wohnungslose in Raunheim ist komplett niedergebrannt. Ein Bewohner verletzte sich. Außerdem zogen sich vier Feuerwehrleute Brandverletzungen zu.

In einer Siedlung mit Wohncontainern in Raunheim (Groß-Gerau) ist in der Nacht zu Donnerstag ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr brannte das Gebäude komplett ab. Dort lebten überwiegend Geflüchtete und Wohnungslose.

Ein Bewohner erlitt laut Polizei eine Schulterverletzung und eine Rauchgasvergiftung. Zudem zogen sich vier Feuerwehrleute wegen der großen Hitzeentwicklung Brandverletzungen zu. Einer von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Feuer löst Explosion aus

„Beim Eintreffen kamen im Erdgeschoss aus zwei Wohnungen die Flammen aus dem Fenster“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Dann habe sich das Feuer rasant ausgebreitet. Die Flammen lösten eine Explosion in der Anlage aus. Zwei Feuerwehrfahrzeuge wurden zudem durch die starke Hitze beschädigt.

Die Feuerwehrleute mussten keine Bewohner aus dem brennenden Gebäude befreien, alle konnten sich selbst rechtzeitig in Sicherheit bringen. 13 Menschen trafen die Rettungskräfte vor Ort an, insgesamt seien in der für bis zu 30 Menschen ausgelegten Anlage momentan 22 Bewohner gemeldet gewesen. Die Betroffenen wurden nach dem Brand in einem Hotel untergebracht.

Bagger im Einsatz

Die Brandursache ist bislang völlig unklar, die Polizei ermittelt.

Über 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Ein Bagger des Technischen Hilfswerks räumte den Brandschutt beiseite, damit die Feuerwehr Nachlöscharbeiten durchführen konnte. Am Morgen war das Feuer weitgehend gelöscht. Der Schnelser Weg zwischen Mainzer Straße und Ringstraße blieb aber zunächst noch in beiden Richtungen gesperrt.

Zur Höhe des Sachschadens machte die Polizei noch keine Angaben.

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