Mo. Jun 24th, 2024
Aktivisten haben das Berger Kino in Frankfurt nach drei Jahren Leerstand besetzt. Ihr Ziel: Es in ein Kulturzentrum umwandeln. Ein Weg aus der Kinokrise? Zwei hessische Programmkinos zeigen, wie dieser Weg aussehen kann.

Erste Dates, Knutschereien, die ersten Kinobesuche mit den Kindern und gute Unterhaltung – das verbinden Menschen mit dem Kino. Immer mehr Kinos müssen allerdings aufgeben, jüngst etwa die E-Kinos an der Frankfurter Zeil nach 70 Jahren.

Das Berger Kino im Stadtteil Bornheim wiederum stand für drei Jahre leer – bis es das Kollektiv “queereskino069” vergangenen Samstag besetzte und dort ein selbstverwaltetes spendenbasiertes Kulturzentrum einrichten will.

Am Eingang hat das Kollektiv ein weißes Plakat aufgehängt, auf das Menschen schreiben können, was sie an dem Kino schätzen. Der Zuspruch hier und in den sozialen Medien ist groß. Derweil diskutiert die Frankfurter Stadtpolitik wie etwa am Dienstag im Ortsbeirat über Unterstützungsmöglichkeiten – Ausgang offen.

“Bestehende Standorte müssen erhalten bleiben” 

Aktuell gibt es noch 68 Standorte in Hessen mit Filmtheatern und kommunalen Kinos, weiß Erwin Heberling vom Filmbüro Hessen, einem Verband aus Kinobetreibern. Er ist durchaus zufrieden mit der Zahl, auch wenn diese früher bei über 100 lag.

Wirtschaftlich notwendiger Schritt”
E-Kinos in Frankfurt schließen im Frühjahr

Ein weiteres Traditionskino in Frankfurt gibt auf: Wie die Betreiberfamilie Jaeger am Mittwoch mitteilte, soll in den E-Kinos in der Innenstadt Ende April zum letzten Meta das Licht ausgehen.