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Berlin 10.11.2022 18:03 Uhr

Handel mit Rauschgift nimmt zu

Der Handel mit Cannabis, Kokain und Amphetaminen nimmt zu – rund 56.000 Fälle registrierten Polizei und Zoll im vergangenen Jahr. Der Stoff kam vor allem über den Land- und Seeweg nach Deutschland.Der Drogenhandel in Deutschland nimmt zu. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) in seinem Bundeslagebild Rauschgiftkriminalität mit. “Wir sehen in Deutschland eine große Nachfrage”, sagte die Vizepräsidentin des BKA, Martina Link. Zwar sank die Zahl der bundesweiten Rauschgiftdelikte 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent, doch der Handel mit Drogen nahm zu. Von den rund 360.000 registrierten Delikten entfielen rund 56.000 auf den Handel mit Drogen. Das sei eine Zunahme von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, erklärte Link.Die Drogen gelangten vor allem über den Land- und Seeweg nach Deutschland. Doch zunehmend würde auch über das Internet gehandelt. Die Täter nutzten dabei vor allem das Darknet, aber auch Social-Media-Seiten und Messenger-Dienste. Dieser Trend habe im zweiten Jahr der Corona-Pandemie deutlich zugelegt und mache die Strafverfolgung sehr aufwendig. Auch deshalb wurden im vergangenen Jahr weniger Tatverdächtige ermittelt. Die Gesamtzahl im Zusammenhang mit Rauschgiftdelikten – also auch wegen des Besitzes und Erwerbs – ging mit fast 280.000 Personen im Jahresvergleich leicht zurück. Gegen 48.000 der Verdächtigten wurde wegen illegalen Drogenhandels ermittelt.60 Prozent aller Drogendelikte entfallen auf CannabisDie größte Zahl der festgestellten Drogendelikte mit fast 60 Prozent habe es im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit Cannabis gegeben. Bei Amphetaminen habe der Anteil bei rund zehn und bei Kokain etwa sechs Prozent gelegen, auf Heroin und Crystal seien etwa drei Prozent entfallen, erklärte die Vizepräsidentin des BKA.

Von Editorial

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