Schwere Unfälle bei der Arbeit sind keine Seltenheit. Insgesamt sind die Zahlen in Hessen rückläufig – trotzdem kommt es immer wieder zu Vorfällen mit Todesfolge.
Nach einem Arbeitsunfall in einer Lederfabrik in Runkel (Limburg-Weilburg) mit drei Todesopfern dauern die Ermittlungen zur Ursache an.
Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gab es in Hessen in der Lederherstellung und -verarbeitung von 2015 bis 2024 keinen einzigen tödlichen Arbeitsunfall.
Auch bundesweit seien tödliche Unfälle in dieser Branche zuletzt selten gewesen. Laut Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie wurden 2023 und 2024 in Deutschland keine entsprechenden Fälle registriert.
Zahl der Arbeitsunfälle in Hessen rückläufig
Auf alle Branchen bezogen kommt es in Hessen dagegen immer wieder zu teils schweren Arbeitsunfällen. Nach Zahlen der DGUV wurden zuletzt jährlich rund 50.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle registriert – mit insgesamt rückläufiger Tendenz.
Im Jahr 2015 waren es noch mehr als 60.000 Fälle. Die Zahl von tödlichen Arbeitsunfällen lag in den vergangenen Jahren meist im Bereich von etwa 25 bis 40 Fällen.
Schon mehrere tödliche Arbeitsunfälle seit Jahresbeginn
Seit Jahresbeginn 2026 ereigneten sich in Hessen bereits mehrere tödliche Arbeitsunfälle. In Brechen (Limburg-Weilburg) starb ein Arbeiter, als er zwischen einer Verladerampe und einem Anhänger eingeklemmt wurde.
Ein 49 Jahre alter Forstarbeiter kam bei Waldarbeiten in Meißner (Werra-Meißner) ums Leben, als ihn eine herabfallende Baumkrone traf.
In Birstein (Main-Kinzig) stürzten zwei 32-Jährige im Inneren einer Windenergieanlage aus großer Höhe ab und starben.
