Fr. Jun 21st, 2024

Bei russischen Luftangriffen auf Kiew und Charkiw sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens drei Menschen getötet worden. Das türkische Parlament stimmt heute offenbar über einen NATO-Beitritt Schwedens ab. Alle Entwicklungen im Liveblog.

NATO kündigt Milliarden-Verträge für Artilleriegeschosse an

Die Beschaffungsagentur der NATO (NSPA) hat mit Unternehmen aus Deutschland und Frankreich Rahmenverträge über die Lieferung von Artilleriemunition im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro abgeschlossen. Die 155-Millimeter-Geschosse sollen in Waffensystemen vom Typ Caesar und Panzerhaubitze 2000 eingesetzt werden können, wie die NSPA mitteilte.

Beide werden auch von der Ukraine im Abwehrkrieg gegen Russland genutzt. Seit der Einigung auf einen Aktionsplan zur Rüstungsproduktion im vergangenen Juli habe die NSPA bereits Verträge im Wert von rund 9,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Die neuen Verträge dienen insbesondere dazu, wegen Waffenlieferungen an die Ukraine kleiner gewordene Bestände wieder aufzufüllen. Zudem soll die Basis für eine fortgesetzte Unterstützung der Ukraine geschaffen werden.

Die Firmen, die die Verträge erhalten haben, sind den Angaben zufolge das französische Unternehmen Nexter Munitions (KNDS) und das deutsche Unternehmen Junghans Microtec. Nach Angaben aus Bündniskreisen soll die Vereinbarung die Beschaffung von mehr als 220.000 Geschossen ermöglichen. Die ersten Lieferungen werden nach Angaben von NSPA-Generaldirektorin Stacy Cummings in etwa 24 Monaten erfolgen können.

08:47 Uhr

Unterhändler legen im US-Streit um Militärpaket Kompromiss vor

In den USA bahnt sich eine Einigung im Streit um das Militärpaket für die Ukraine und Israel an. Unterhändler beider Parteien wollen nach fast zwei Monate dauernden Verhandlungen über Änderungen der US-Grenz- und Einwanderungspolitik im Lauf dieser Woche einen Kompromissvorschlag dem Senat vorstellen.

“Präsident Biden hat deutlich gemacht, dass er bereit ist, mit den Republikanern bei der Grenzsicherung zusammenzuarbeiten”, sagte der Mehrheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer. Die Demokraten meinten es ernst mit dem Kompromissvorschlag. Schumer mahnte jedoch: “Er ist sicherlich noch keine beschlossene Sache.” Schumer betonte die Dringlichkeit eines Kompromisses, da der Ukraine die Munition ausgehe. “Die Zukunft des Krieges in der Ukraine steht auf dem Spiel”, sagte der Demokrat. “Die Sicherheit unserer westlichen Demokratie steht auf dem Spiel.” Auch der Fraktionsvorsitzende der Republikaner, Mitch McConnell, sagte in einer Rede: “Die ganze Welt weiß, was in den kommenden Wochen hier im Senat auf dem Spiel steht.”

Es war unklar, ob die Änderungen der Grenzpolitik, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit hochrangigen Vertretern des Weißen Hauses ausgehandelt worden waren, ausreichen, um die Mehrheit der republikanischen Senatoren zufrieden zu stellen. Joe Biden hatte den Kongress bereits vor Monaten um 110 Milliarden Dollar an Kriegshilfen für die Ukraine und Israel, die Unterstützung von Verbündeten im asiatisch-pazifischen Raum sowie die Überarbeitung des US-Einwanderungssystems gebeten. Die Republikaner haben ihre Zustimmung aber von Änderungen der Grenzpolitik abhängig gemacht.

08:23 Uhr

Ukraine: Tote nach russischen Angriffen auf Kiew und Charkiw

Bei russischen Raketenangriffen auf die ukrainischen Städte Kiew und Charkiw sind örtlichen Behörden zufolge am Morgen mindestens drei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew wurde nach Angaben des Leiters der Stadtverwaltung, Roman Popko, mindestens eine Frau getötet. Bürgermeister Vitali Klitschko sagte, neun Menschen seien verletzt worden, darunter ein 13-jähriger Junge.

In Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, wurden nach Angaben des Gouverneurs der Region, Oleh Syniehubov, zwei Menschen getötet und mindestens elf verwundet. Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, sagte, dass ein ganzer Teil eines mehrstöckigen Wohnhauses zerstört wurde und eine unbekannte Anzahl von Menschen darin eingeschlossen war.

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