Mit einer Protestaktion im Gebäude von Hessen Mobil in Schotten haben Aktivisten gegen den geplanten Ausbau der B 49 demonstriert. Der Einsatz der Polizei dauerte mehrere Stunden.

Nach Angaben der Polizei klebten sich drei Frauen mit Sekundenkleber an ein Fensterbrett des Büros des Landesbetriebs Hessen Mobil in Schotten (Vogelsberg). Zudem wurde aus dem zweiten Obergeschoss ein Plakat entrollt.

Nach mehr als vier Stunden war der Einsatz der Polizei am Montagnachmittag beendet. Ein männliches Mitglied der Gruppe war bereits am Morgen aus dem Haus geführt worden und hatte einen Platzverweis erhalten.

Kritik an Bundesstraßen-Bau

Aktivisten der „Projektwerkstatt Saasen“ teilten mit, die Aktion richte sich gegen den Bau der Bundesstraße 49 zwischen Lindenstruth und Reiskirchen. Sie forderten den Wiederaufbau der Bahnstrecke zwischen Nidda und Schotten.

Der Schutz und die Sicherheit der Aktivisten habe oberste Priorität gehabt, teilte die Polizei mit. Die Feuerwehr installierte vorsorglich ein Sprungkissen unter dem betroffenen Fenster.

Die drei Frauen seien unverletzt vom Fensterbrett gelöst und vorübergehend festgenommen worden. Nun laufen Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs.

Der Vize-Landrat des Vogelsbergkreises, Patrick Krug (SPD), kritisierte die Protestaktion. Bei Facebook schrieb er: „Was wir im Vogelsberg nicht brauchen, sind Menschen, die sich lieber festkleben, statt mit Argumenten zu überzeugen. Was wir mehr brauchen, sind ordentliche Straßen – sowohl für Autos als auch für einen besseren ÖPNV.“

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