Mehr als eine Tonne Drogen, zehn Festnahmen und Einsätze in mehreren Städten: Ermittler haben eine mutmaßliche Schmugglerbande im Rhein-Main-Gebiet ins Visier genommen. Die Spur führt über Kanada und die USA bis nach Hessen.

Zollfahnder und Polizeikräfte sind auf eine mutmaßliche Schmugglerbande gestoßen, die offenbar große Mengen Cannabis ins Rhein-Main-Gebiet bringen wollte – per Container aus Nordamerika. Jetzt sitzt ein Teil der Gruppe in Untersuchungshaft, wie die Beamten am Donnerstag mitteilten.

Die Ermittlungen begannen demnach schon vor zwei Monaten, als kanadische Behörden in einem Schiffscontainer rund 800 Kilogramm Marihuana entdeckten. Die Drogen waren unter Dämmmaterial versteckt und sollten an Firmen im Rhein-Main-Gebiet geliefert werden.

Zehn Festnahmen – Razzien in mehreren Städten

Wenige Wochen später, am 4. August, stellte der Zoll in Hamburg weitere 350 Kilogramm Marihuana in einem Container aus den USA sicher. Auch diese Lieferung war offenbar für dieselbe Tätergruppe bestimmt.

Die Polizei nahm insgesamt zehn Tatverdächtige im Alter von 19 bis 49 Jahren fest. Die Zugriffe erfolgten nach Angaben der Ermittler am Montag und Dienstag dieser Woche unter anderem in Frankfurt, Langen, Mainz, Wiesbaden und im Kreis Groß-Gerau. Spezialkräfte stoppten einen Teil der Verdächtigen auf der A66 bei Wiesbaden. Andere wurden in der Mainzer Altstadt festgenommen.

Lagerräume voll mit Drogen

Bei den Durchsuchungen entdeckten die Einsatzkräfte in Langen rund 70 Kilogramm Amphetamin und 60 Eimer mit einer verdächtigen Flüssigkeit, die nun untersucht wird. In Wiesbaden fanden sie auf einem Balkon rund 106 Kilogramm Haschisch. Auch Handys und Laptops wurden als Beweismittel sichergestellt.

Das Amtsgericht Darmstadt erließ für alle zehn Festgenommenen Haftbefehle. Acht von ihnen sitzen demnach bereits in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft, Zoll und Polizei dauern an.

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