Die Organisation „Frankfurt for Ukraine“ hat eine tonnenschwere Lieferung mit Hilfsgütern in die Ukraine geschickt. Diesmal sind vor allem dringend benötigte Licht- und Wärmespender dabei. Kerzenreste spielen eine besonders wichtge Rolle.

Im Katastrophenlager der Frankfurter Feuerwehr ist es bitterkalt, aber nicht so kalt wie in der Ukraine. Tausende Menschen sind in der Ukraine ohne Strom, Heizung und Wasser. Russland greift gezielt die dortigen Energieanlagen an.

Während unter anderem in den ukrainischen Großstädten Kiew und Charkiw viele Menschen bei über zweistelligen Minusgraden die Wohnungen nicht wärmen können, werden am Donnerstag in Frankfurt Spenden in einen Lkw geladen.

40 Tonnen für die Ukraine

„Heute versenden wir 40 Tonnen mit 26 Paletten“, sagt Jumas Medoff vom für die Organisation verantwortlichen Verein „Frankfurt for Ukraine“. Gleichzeitig ist er Vorsitzender der kommunalen Ausländerinnen- und Ausländervertretung der Stadt Frankfurt.

Dieses Mal liege bei der Lieferung der Fokus auf Heizgeräten, Radiatoren, Holzöfen und Feuerlöschern.

Die Ukraine erlebe derzeit den kältesten Winter seit vier Jahren. Die Lage aufgrund mangelnder Energie und Heizmöglichkeiten sei dort „dramatisch“, besonders bei sozialen Einrichtungen.

Warum Kerzenreste so wichtig sind

In der Lieferung enthalten sind außerdem rund 700 Kilogramm Kerzenwachs und Kerzenreste. Diese würden sowohl als Lichtquelle, als auch zum Kochen und zum Anwärmen von Waserrohren verwendet, damit diese nicht einfrieren. Die Dankbarkeit für solche Spenden ist groß, wie eine der freiwilligen Helferinnen erzählt.

Diana Pataschkowa kommt ursprünglich aus der Ukraine, lebt aber schon seit 27 Jahren in Deutschland. Die Krankenschwester ist hier für die medizinischen Artikel zuständig, die sie mit anderen Freiwilligen auf Haltbarkeit, angemessene Verpackung und Versenden an die richtigen Adressen überprüft.

Die Wünsche sind: „Kerzen, Kerzen, Licht, Licht, Licht“

Sie hat viele Kontakte in die Ukraine, wie sie dem hr erzählt: „Die Menschen in der Ukraine freuen sich immer riesig über die Spenden.“

Was gerade gebraucht wird, ist oft auch je nach Jahreszeit unterschiedlich. Das Allerwichtigste seien gerade Kerzen. „‚Kerzen, Kerzen, Licht, Licht, Licht‘, sind die Wünsche, die wir bekommen, wenn wir nachfragen.“ Danach folgten Wärme-Aggregatoren, Generatoren. „Zu Hause brauchen sie einfach Wärme.“

Unter anderem hat die hessische Landesregierung einen Lkw bereitgestellt, die Stadt Frankfurt ein Zwischenlager, die Feuerwehr beim Transport und Umladen unterstützt.

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